Einfluss der Klimaerwärmung auf das Vorkommen von Stechmücken und die Verbreitung der Blauzungenkrankheit

Blogartikel Kuh

Der Klimawandel hat weitreichende Folgen für die ökologische Balance und die Gesundheit von Menschen und Tieren. Eine der spürbaren Konsequenzen in Deutschland ist die Zunahme und Verbreitung von Stechmücken, insbesondere solcher Arten, die als Krankheitsüberträger fungieren können. Eine Folge davon ist die steigende Gefahr von durch Mücken übertragenen Infektionskrankheiten, darunter die Blauzungenkrankheit, die vor allem Wiederkäuer wie Schafe und Rinder betrifft.

31.03.2025

Klimaerwärmung und die Vermehrung von Stechmücken

Stechmücken sind stark von klimatischen Bedingungen abhängig. Höhere Temperaturen und mildere Winter haben mehrere Effekte auf ihre Population:

  • Verlängerte Vegetationsperioden: Warme Temperaturen (15 bis 30 °C) fördern ihre Entwicklung und verlängern ihre aktive Saison. Außerdem können sich so mehrere Generationen pro Jahr vermehren.
  • Hohe Luftfeuchtigkeit: Begünstigt die Entwicklung der Larven und verlängert die Lebensdauer adulter Gnitzen.
  • Schwacher Wind: Erlaubt es den Gnitzen, sich leichter fortzubewegen und Wirte zu finden.
  • Mildere Winter: Ein zunehmend frostfreier Winter verringert die Sterblichkeitsrate der Mückeneier und -larven, wodurch mehr Mückenpopulationen überleben und früher im Jahr aktiv werden.
  • Veränderte Niederschlagsmuster: Vermehrte Starkregenereignisse und stehende Gewässer begünstigen die Eiablage und das Larvenwachstum von Mücken.
  • Einwanderung neuer Arten: Mit steigenden Temperaturen gelangen tropische und subtropische Mückenarten nach Deutschland. Diese Arten sind besonders gefährlich, da sie potenzielle Vektoren für Viruserkrankungen sind.

Auswirkungen der Klimaerwärmung auf die Blauzungenkrankheit

Die Blauzungenkrankheit (Bluetongue Disease, BTV) ist eine durch das Blauzungenvirus (BTV) verursachte Erkrankung, die hauptsächlich Wiederkäuer betrifft. Das Virus wird durch Mücken der Gattung Culicoides (Gnitzen) übertragen, deren Verbreitung ebenfalls durch den Klimawandel beeinflusst wird. Höhere Temperaturen und veränderte Niederschlagsmuster begünstigen die Vermehrung und das Vorkommen der übertragenden Gnitzen, sodass sich das Virus leichter ausbreiten kann. Durch mildere Winter gibt es keine ausgedehnten Ruhephasen mehr für die Mücken, was bedeutet, dass sie länger als Krankheitsüberträger aktiv bleiben.  

Eine erkrankte Kuh zeigt oft erste Anzeichen von Unwohlsein durch Fieber, Appetitlosigkeit und eine allgemeine Schwäche. Ihr Blick wirkt matt, sie bewegt sich weniger und zieht sich von der Herde zurück.

Im weiteren Verlauf der Krankheit treten schmerzhafte Schwellungen an der Zunge, den Lippen, dem Maul und oft auch an den Klauen auf. Das Stehen und Laufen wird zunehmend schmerzhaft, sodass sich die Tiere oft hinlegen. Die Erkrankung ist für die betroffene Kuh sehr belastend. Neben den körperlichen Schmerzen leidet das Tier unter Stress und Schwäche.

Praktische Maßnahmen gegen die Verbreitung der Mücken

  1. Stehendes Wasser entfernen. Mücken nutzen Wasseransammlungen, um ihre Larven dort abzusetzen.
  2. Mückenfallen und -netze verwenden. Diese können die Anzahl der Mücken deutlich reduzieren.
  3. Kommerzielle Insektizide, wie Permethrin, Deltamethrin, Cypermethrin, Lambda Cyhalothrin und Bifenthrin zur Bekämpfung von Mücken einsetzen.
  4. Besonderes Augenmerk liegt auf der Hygiene im Stall- und Weidebereich.
  5. Natürliche Repellents, wie Lavendel, Eukalyptus, Citronella oder Minze können Mücken abwehren.

Milki Refit ist ein Bolus, der das Wohlbefinden der Kühe wiederherstellt. Salicin aus dem Weidenrindenextrakt wirkt entzündungshemmend, fiebersenkend und schmerzlindernd.