Kann man Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit vereinen?

Blogartikel Kalb

Auch die Herstellung von Milch erzeugt, wie bei der Produktion von anderen Lebensmitteln, einen CO2-Abdruck auf der Erde. Bei der Milchproduktion wird vor allem das Treibhausgas Methan, aber auch Lachgas und Kohlenstoffdioxid in die Luft abgegeben. Aus diesem Grund werden Kühe oft auch als „Klimakiller“ betitelt, denn Methan ist etwa 25 mal klimaschädlicher als Kohlenstoffdioxid. 

Es gibt viele Möglichkeiten nachhaltiger und effizienter Milch zu produzieren und somit Treibhausgase einzusparen. Wir möchten in diesem Artikel vor allem die Kälberaufzucht näher beleuchten, denn hier wird der Grundstein für ein langes Leben mit hohen Leistungen gelegt. Dies ist einer der Eckpfeiler zur CO2-Reduzierung.

31.03.2025

Längere Lebensdauer reduziert Treibhausgase

Bei der Kälber- und Färsenaufzucht entstehen genauso viele schädliche Treibhausgase wie bei der Haltung von Milchkühen. Ein Hebel zur Senkung der gesamtbetrieblichen Emission ist deshalb eine gute Tiergesundheit und die damit verbundene längere Nutzungsdauer der Kühe. Denn je länger die Tiere einer Herde im Schnitt gemolken werden können, desto weniger Tiere müssen für die Nachzucht bereitgestellt werden und desto weniger Gase entstehen.

Metabolische Programmierung für eine nachhaltige Milchproduktion

Unsere Forschungen zur metabolischen Programmierung (Kempenshof- Studie, 2014) zeigen, dass eine hohe Nährstoffversorgung während der ersten Lebenswochen einen großen Einfluss auf das Wachstum und die Organentwicklung eines Kalbes hat. So lässt sich durch eine intensive Aufzucht der Stoffwechsel der Kälber von Beginn an auf hohe Zunahmen und bessere Organentwicklung trainieren.

LifeStart bestimmt die Lebensleistung

Die Nachhaltigkeit eines Milchviehbetriebes wird maßgeblich durch das LifeStart-Aufzuchtprogramm unterstützt, denn es bewirkt:

  • die Verringerung des Erstkalbealters um einen Monat,
  • die Erhöhung der Milchproduktion um bis zu 400 Liter in der ersten Laktation und
  • die Reduzierung der Abgangsrate um bis zu 50 %.

Die Kombi macht’s: Energiereicher Milchaustauscher und intensive Aufzucht als Schlüsselfaktor

Unser energiereicher Milchaustauscher „Milkivit One“ vereint jahrelange LifeStart-Forschung und Entwicklung und setzt auf eine einzigartige Fettsäuretechnologie. Dieses Fettsäureprofil ist dem Fett in der Kuhmilch nachempfunden, um die Kälberentwicklung zu steigern und die Gesundheit zu verbessern.

Milkivit One verhilft zu:

  • einer besseren Pansen- und Darmentwicklung
  • einer höheren Futter- und Energieaufnahme
  • zu einer besseren Gesundheit
  • zu einer verantwortungsvollen Ernährung mit Vitaminen und Mineralien.

Dieser Milchaustauscher enthält reichlich Fett, wodurch die Kälber mit einem hohen Level an Energie versorgt werden. Die Zusammensetzung hat eine gezielte Wirkung auf die Pansenentwicklung und schließt somit schnellstmöglich den Darm vor Krankheitserregern. In Kombination mit einem ausgewogenen Vitamin- und Mineralgehalt, bekommen die Kälber den bestmöglichen Start ins Leben.

TIPP: 

TMR

Wir empfehlen den Einsatz einer Kälber-Trocken-TMR zur Unterstützung in den ersten Lebenswochen. Diese silagefreie Fütterung in der Tränkephase unterstützt die metabolische Programmierung und verhilft unter anderem zu Tageszunahmen von 800 bis 1000 g.

 

Kann Nachhaltigkeit auch wirtschaftlich sein?

Neben all den genannten gesundheitlichen Aspekten, spielt natürlich am Ende des Tages auch die Wirtschaftlichkeit eine große Rolle, wenn es um nachhaltiges Wirtschaften geht. Wir sind in der Lage durch unsere innovativen Berechnungsprogramme (z.B. MyMilkPrint) hinter die erbrachten Maßnahmen auch finanzielle Werte zu legen. So ergibt sich durch die Aufzucht nach dem LifeStart-Konzept eine Ersparnis von ca. 190 €/Kuh und Jahr und eine Reduktion des CO2-Fußabdrucks um 7 %. Natürlich kann diese Berechnung von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich ausfallen, es soll hier als Veranschaulichung des theoretischen nachhaltigen Denkens angesehen werden. Somit ist die intensive Kälberaufzucht ein großer Hebel für eine hohe Lebenstagesleistung und Nachhaltigkeit.